Zur Zeit wird in Thailand das Vegetarierfest gefeiert. Verglichen mit
anderen Gegenden wie Phuket, wo es richtig spektakulär zugeht, gibt es hier in
Bang Saphan nur eine „Light“-Version davon. Trotzdem,viele Thais nehmen dieses
Fest ernst und leben „Jae“ (gesprochen wie „tschä“). Das bedeutet: Vegetarisch
und keine stark riechenden Zutaten wie Knoblauch und Zwiebeln. Dazu kommen noch
andere Regeln zum Lebensstil. Ich zeige Euch ein Foto mit dem Wort für „Jae“.
Die letzten beiden Zeichen bedeuten "Jae" / The last two signs mean "Jae"
Es gibt einen chinesischem Tempel hier, und dort wird Gratisessen für alle
serviert. Man kann einen entspechenden Betrag spenden, wenn man mag.
Heute auf dem Fest gab es Som Tam (Papayasalat ohne Fischsauce, nur mit
Limetten), eine Tom Yam Hua Plie (sauerscharfe Suppe mit Bananenblüten), etwas
wie Phad Prik King mit Tofu (lange Bohnen in roter Currypaste) und einige
gebratene Kleinigkeiten aus Soja. Eigentlich bin ich ein grosser Fleischesser, aber,
Überrschung, ich bin von dem
„Jae“-Essen richtig satt geworden. Und es war köstlich!
"Jae" Som Tam / Papaya Salad
Mein Rezept, das ich
hier vorstelle, ist zwar vegetarisch, aber die Anforderungen von “Jae” erfüllt
es nicht, wegen der Zwiebeln (und auch wegen der starken Gewürze). Aber
schliesslich bin ich nicht Thai, und das Rezept ist aus Indien, also können wir
entspannen und einfach geniessen.
Ich habe dieses
Gericht gekocht, weil ich von einer BBQ Party noch Kartoffeln übrig hatte, und
vor über einem Jahr hatte ich viele indische Gewürze gekauft, die ich verwenden
wollte. Zu doof, dass diese sich nicht besonders lange halten in den Tropen,
wie ich dann feststellen musste. Einiges musste ich wegwerfen, und das Ponch
Poron musste improvisiert werden. Aber
egal, ich beschreibe hier das Rezept in der (fast) Originalfassung aus meinem
Buch “My Indian Kitchen” von Hari Nayak. Guten Appetit!
Bengali Aloo
Currently Thailand is
celebrating the vegetarian festival. There is a “light" version of it here
in Bang Saphan, as compared with the more spectacular versions in places like
Phuket, Still, many Thai people take it seriously and live “Jae”, that is:
vegetarian, no strong smelling food (like garlic and onions) and other rules.
I’ll show you the sign for “Jae” in a picture. We have a Chinese temple here,
and “Jae” food is free for everybody, though you can leave a donation if you
want.
"Jae" Phad Prik King
Today at the festival, we had a Som Tam (papaya
salad), a Tom Yam Hua Plie (sour-spicy soup with banana flowers), something
like Phad Prik King with Tofu (green beans in red curry paste), and some nice
fried snacks made from soy beans. I am a big meat eater, but surprise: I got
very full just on "Jae". And it was delicious!
"Jae" Tom Yam Hua Plie
My recipe which I present here now is vegetarian,
but it doesn’t meet the “Jae” requirements because of the onions and the many spices.
But I’m not Thai, and the recipe is from India, so let’s relax and just enjoy
the dish. I cooked it because there were some leftover potatoes from a BBQ
party, and I wanted to use my Indian spices, which I bought about a year ago.
Too bad that they don’t keep long in the tropics: I had to throw some out and
improvise the Ponch Poron. Nevertheless, I’ll give you the (almost) original
recipe from the book “My Indian Kitchen” by Hari Nayak. Enjoy!
Bengali
Aloo
Bengalische
gewürzte Kartoffeln
Aus meinem Buch “My Indian Kitchen” by
Hari Nayak
6 Portionen, als Teil eines indischen Menüs
1 kg Kartoffeln, gekocht, geschält,
gewürfelt
4 EL Öl
1 Zwiebel, gewürfelt
1 grüne Paprikaschote, gewürfelt
1 Tomate, gewürfelt
1 TL Salz
2 EL Panch
Phoron-Gewürzmischung (Rezept s. u.)
4 EL Korianderblätter, gehackt (ich habe Frühlingszwiebeln genommen)
Öl in einer grossen
Pfanne erhitzen, Zwiebel und Paprikaschote darin unter Rühren anbraten, bis die
Zwiebel glasig ist.
Tomatenwürfel, Salz
und Panch Poron zugeben, gut rühren und etwa eine Minute braten.
Kartoffeln zugeben
und sorgfältig wenden, damit sie gleichmässig mit der Gewürzmischung bedeckt
sind. Etwa 3-4 Minuten durchziehen lassen.
Abschmecken, mit
Koriandergrün bestreuen (ich habe Frühlingszwiebeln benutzt) und servieren.
Panch Phoron – Rezept (Indisches Fünf-Gewürzpulver)
1 EL Schwarzkümmelsamen
1 EL schwarze Senfkörner
1 EL Bockshornkleesamen
1 EL Fenchelsamen
1 EL Kreuzkümmelsamen
Die Gewürze in einer Pfanne ohne Öl rösten, häufig rühren. Nach ca. 2
Minuten, wenn sie gut duften, vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Grob oder
fein mahlen, je nach Wunsch, und luftdicht und dunkel aufbewahren.
Bengali Aloo
Bengali Potatoes with Spices
From my
book “My Indian Kitchen” by Hari Nayak, page 81
Serves 6 (as
part of an Indian menu)
1 kg potatoes, cooked, peeled, cut into cubes
4 tablespoons oil
1 onion, diced
1 green bell pepper, diced
1 tomato, diced
1 teaspoon salt
2 tablespoons coarsely ground Indian Five Spice
Mix (see below)
4 tablespoons minced fresh cilantro (I used spring
onions instead)
Heat oil and add onions and bell pepper. Cook on
medium heat until the onion is translucent, stir often.
Add tomato, salt and the spice mix and cook for
another minute.
Add potatoes. Stir carefully until all potatoes
are well mixed with the spices, cook for about 3-4 minutes.
Season to your taste, sprinkle with cilantro (I
used chopped spring onions) and serve.
Panch Phoron Recipe
(Indian Five Spice Mix)
1 tbsp nigella seeds
1 tbsp black mustard seeds
1 tbsp fenugreek seeds
1 tbsp fennel seeds
1 tbsp cumin seeds
1 tbsp black mustard seeds
1 tbsp fenugreek seeds
1 tbsp fennel seeds
1 tbsp cumin seeds
Dry-fry the whole spices
in a small pan for 1 to 2 minutes, let cool completely, then finely or coarsely
grind the spices.
Store away from heat and
light.
Das ist ja alles was für mich - indische Kartoffelgerichte liebe ich. Das Vegetarierfest finde ich klasse; ich bin zwar keine Vegetarierin, Fleisch gibt es aber selten, weil ich andere Sachen einfach interessanter finde.
ReplyDeleteJa, diese vegetarischen Gerichte sind wirklich eine Bereicherung, auch fuer mich als "Carnivore". In einem grossen Chinarestaurant in Berlin gibt's eine grosse Abteilung in der Karte, wo alles Vegetarische angeboten wird und es sieht aus und fuehlt sich an wie Fleisch, ist aber nicht. Einen kleinen Eindruck davon habe ich auf unserem Vegetarierfest bekommen. Wirklich sehr beeindruckend.
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